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Mabon – Keltische Herbst-Tagundnachtgleiche am 23. September

NamenAlban Elued, Weinfest, Fest von Avalon, Herbst-Sabbat, Herbst-Tagundnachtgleiche, Zweites Erntefest, Entedank
Bedeutung im JahreskreisTag und Nacht gleich lang, Herbstbeginn, Ernte
SymboleBrot, Kürbis, Äpfel, Weintrauben
FarbenBraun, orange
SteineRauchquarz, Opalit, Hessonit
StichworteGleichgewicht, Beginn der dunklen Jahreszeit, geistige Fruchtbarkeit

Warum feiern wir Mabon?

Mabon stellt das zweite von drei Erntedankfesten dar.  In der walisischen Mythologie ist der Sonnengott Mabon der Sohn der Muttergöttin Modron, Erdmutter und Beschützerin der Anderswelt.

Der Legende nach verschwand Mabon als er nur drei Nächte alt war. Niemand wusste, wo er war. Schlussendlich wurde er von einer Amsel, einem Hirsch, einer Eule, einem Adler und einem Lachs gefunden und befreit. Mabon war in der Anderswelt, der Bauchhöhle der Mutter Erde und wurde als Sohn des Lichts auf der Erde wiedergeboren. Diese Geschichte ähnelt auch den Mysterien des griechischen Dionysos, sowie der Wiedergeburt des Jesu.

Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist der Sonnenuntergang des Jahres. Wir befinden uns auf der Schwelle zwischen Tag und Nacht. In einem solchen Zwischenzustand können wir leichter in die Anderswelt reisen, die Tore werden geöffnet. Es ist eine Zeit um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und dann mit festen Schritt in die Zukunft zu schreiten. Dieser Tag symbolisiert, ebenso wie die Frühlings-Tagundnachtgleiche, das Gleichgewicht. Nicht von ungefähr fällt der Beginn des Sternzeichens Waage mit diesem Tag zusammen. Häufig wird das Gleichgewicht als Harmonie verstanden, doch wahres Gleichgewicht beinhaltet alle Qualitäten: Licht und Dunkelheit.

Wie feiern wir Mabon heute?

Unsere Vorfahren konnten nun endlich die schwere körperliche Arbeit niederlegen und sich auf handwerkliche Arbeiten und Gespräche sowie Geschichtenerzählen konzentrieren. Alles kommt zur Ruhe. Auch der Jahreskreis endet mit Mabon und findet einen Neuanfang mit Samhain. Wir können diese Zeit nutzen um unsere Ernte zu feiern und eine persönliche Bilanz zu ziehen.

Mabon Rituale

Erntedankfest

In ländlichen Regionen Europas wird nach wie vor das christliche Erntedankfest zelebriert. Du kannst aber auch ganz einfach dein eigenes Erntedankfest ins Leben rufen und Freunde und Familie einladen. Neben einem Festmahl aus Früchten, Getreide und Nüssen gehört auch Musik und Tanz dazu. Traditionellerweise wurden je nach Region Brot, Gemüse, Äpfel, Mais, Kürbisse, Weintrauben und Wurzelgemüse gereicht.

Teilen

Ein wichtiger Aspekt von Mabon ist das Teilen. Was wir zu viel haben, können wir anderen geben, wie nicht so viel davon haben.

Innehalten

Nun beginnt die stille Zeit des Jahres in der wir zur Ruhe kommen und auf das vergangene Jahr zurückblicken. Ziehe deine persönliche Bilanz des Jahres. Für was bist du dankbar? Was kannst du nun zurücklassen? Von was kannst du dich verabschieden und was möchtest du weiter in den Winter tragen?

Mutter Erde danken

Im Frühjahr haben wir um reiche Ernte gebeten und nun können wir dafür danken. Ein kleines Dank-Ritual könne so aussehen: Baue einen kleinen Altar und schmücke ihn mit Herbstblumen und Früchten. Schreibe alles, für was du dankbar bist auf einen Zettel und gib ihm einen prominenten Platz auf deinem Altar. Entzünde eine Kerze und nimm dir Zeit im Geiste alles noch einmaldurchzuspielen. Fühle die Dankbarkeit und die Freude. Besonders schön ist es, wenn du den Altar in freier Natur aufbaust. Möchtest du ihn stehen lassen, beachte, dass du nur abbaubare Elemente verwendest. Du kannst diesen Altar bis Samhain stehen lassen und ihn dann umwandeln. Du kannst ihn aber auch schon vorher abbauen.

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