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Was ist Schamanismus?

Schamanismus ist die älteste Heilmethode der Menschheit und wird seit mindestens 40.000 Jahren weltweit praktiziert. Gleichzeitig hängen damit eine bejahende Lebenseinstellung und eine allumfassende Weltanschauung zusammen. Der Begriff Schamane ist ein Wort der tungusischen Sprachen aus Sibirien und bedeutet ‚Jemand, der im Dunkeln sehen kann.‘ So kommt auch der Begriff Schamanismus aus Sibirien. Heute wird er allerdings für alle Praxen verwendet, die dieser uralten Heilmethode zugeordnet werden können.

Ein Stamm und zahlreiche Äste

Es gibt ganz unterschiedliche Traditionen auf der ganzen Welt. So sieht Schamanismus in Brasilien ganz anders aus als in der Mongolei. Doch alle länderspezifischen Praxen haben einen gemeinsamen Kern. Die Arbeit ist immer die Gleiche, nur die rituellen Ausformungen sehen anders aus. Die Heiltraditionen sind unabhängig voneinander weltweit entstanden und haben dennoch denselben Kern. Das verdeutlich auch die Wirksamkeit schamanischer Methoden.

Schamanismus heute

Ganzheitliche Medizin ist auf dem Vormarsch und so wurde auch der Schamanismus wieder aus der Dunkelheit geholt. Der schamanische Heilpfad erfährt zunehmend wieder Akzeptanz – vor allem bei geistigen, psychosomatischen und chronischen Leiden. Die WHO (World Health Organisation) erkannte die Bedeutsamkeit des Schamanismus bei der Behandlung von psychosomatischen Krankheiten (geistige Ungleichgewichte, die sich auf den Körper auswirken). 1980 wurde er daher auf die gleiche Stufe wie die Schulmedizin gestellt.

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Was ist Core-Schamanismus®?

Heute hört man bei uns vor allem vom Core-Schamanimus®. Dabei handelt es sich um eine Sammlung an schamanischen Methoden vom amerikanischen Anthropologen Michael Harner. Er verglich schamanische Traditionen weltweit und filtere die Gemeinsamkeiten heraus. Diese verarbeitet er zu einem ganzheitlichen Ansatz und schuf somit den Core-Schamanismus®. Harner sammelte diese grundlegenden Prinzipien, damit auch wir in unserer heutigen Zeit etwas damit anfangen können. Core-Schamanismus® definiert sich nicht durch eine Ethnie oder eine Gruppe. Es sind isolierte Techniken, die von jedem angewendet werden können.

Die Arbeit eines Schamanen

Ein Schamane ist ein Mann oder eine Frau, die in einem Trancezustand in die Anderswelt reisen und dort um Hilfe für sich oder einen Klienten bitten. Sie arbeiten eng mit ihrem Krafttier, spirituellen Lehrer und unterschiedlichen Spirits zusammen. Die Anderswelt ist eine Parallelwelt zu unserer Wirklichkeit, in der Geistwesen, verlorene Seelen und allerlei anderer Spirits wohnen. Häufige Aufgaben sind die Rückholung verlorener Seelenanteile, Entfernen von Fremdenergien, Reinigen von Aura und Räumen, Durchführen von Zeremonien (z. B. schamanisch Hochzeit) und Cord Cutting.

Die Magie der Trance

Um in Trance zu gelangen, verwenden Schamanen unterschiedliche Methoden vom Trommelschlagen über Tanz bis hin zu Pflanzenextrakten. Trance ist ein Zustand, in dem die Gehirnschwingen verlangsamt werden und man daher empfänglicher und sensibler für Energien ist. Jeder kann in Trance fallen. Durch Meditation erreicht man denselben Zustand. Es ist ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Ich bin mir meiner selbst bewusst und kann auch agieren, jedoch bin ich auf einem tieferen Level als im Wachzustand. Das ermöglicht es mit, meine Kreativität, Sensibilität und Vorstellungskraft vollkommen zu nutzen.

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Das schamanische Weltbild

Schamanismus ist nicht erfunden worden. Er entstand ganz natürlich aus dem engen Zusammenleben mit der Natur. Wir sind eins mit der Natur. Du bist Teil des Universums und trägst gleichzeitig das ganze Universum in dir. Wir alle sind Teil der Urseele und diese durchströmt alles auf unserem Planeten. Diese universelle Zusammengehörigkeit kannst du durch Schamanismus deutlich fühlen. Dieselbe Lebendkraft (Prana) fließt durch alles und verbindet alles miteinander. Schamanismus geht über die Grenzen der Dualität hinweg. Es ist nichts Neues, es ist lediglich ein Wieder-Erinnern – eine Rückkehr zu unseren uralten Wurzeln. Wir wurden nie davon getrennt, wir können sie durch unseren modernen, einlullenden Lebensstil nur nicht mehr spüren. Alles passiert aus einem bestimmten Grund und das ist gut so. Du kreierst deine Lebenserfahrung zu 100% selbst.

Warum gibt es so viele Schamanen bei uns?

Heutzutage hört man immer wieder, dass sich jemand Schamane nennt. Ich sehe diese Angelegenheit allerdings sehr pragmatisch. Ein Schamane ist für mich eine Person, die in eine Gemeinschaft eingebunden ist und dort feste Rollen einnimmt. So waren in der Vergangenheit Schamanen nicht nur als Heiler tätig, sondern auch als Knochenmann, Geschichtenerzähler, Ritualleiter und vieles mehr. Personen, die mit schamanischen Methoden arbeiten, aber nicht in eine Gemeinschaft integriert sind, bezeichne ich als schamanisch Praktizierende. Ich zähle mich selbst zu diesen.

Die Zukunft des Schamanismus

Schamanismus ist uralt. Die Methoden wurden von Generation zu Generation weitergegeben und haben bis heute überlebt, weil sie wirken. Sie wurden zum lösen von Problemen angewandt. Wir haben uns so weit weiterentwickelt. Wir sind die Generation, die den meisten Komfort genießt und dennoch, tauchen immer wieder Probleme auf. Genau da setzt Schamanismus an. Ich sehe eine blühende Zukunft für die Techniken des Schamanismus und das dahinterstehende Weltbild. Unsere Welt unterläuft zurzeit große Umwälzungen. Schamanismus kann uns dabei helfen, in eine höhere Bewusstseinsebene aufzusteigen und über unsere Grenzen hinauszuwachsen. Diese Grenzen setzen wir uns übrigens selbst – durch Überzeugungen und dem kollektiven Bewusstsein. Doch es ist Zeit für Veränderung. Es passiert, ob du es willst oder nicht. Also nutze die Chance und blühe auf in dieser Zeit des Umbruchs!

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Neugierig geworden?

Der schamanische Ansatz spricht dich an? Ich biete Schamanische Hochzeiten, Einzelsitzungen, Schamanische Ausbildungen und einen Online Schamanismuskurs an. Ich freue mich, von dir zu hören!

Namen, die dir immer mal wieder unterkommen werden

Carlos Castaneda

war ein peruanischer (später US) Ethnologe und befasste sich mit den Ureinwohnern Mexikos, den Gebrauch von Heilpflanzen, Luzidem Träumen, veränderte Bewusstseinszustände und Zauberei (so wie er es benannte). Heute werden seine Werke sehr skeptisch betrachtet, da man nachgewiesen hat, dass er keine Feldforschungen durchgeführt hatte, sondern Literaturanalysen von okkulten Büchern. https://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Castaneda

Michael Harner

war ein US-Amerikanischer Anthropologe und sozusagen der Urvater der modernen Schamanismusforschung. Er verglich schamanische Traditionen weltweit und fand Schnittstellen. Daraus kreierte er den sogenannten Core Shamanism: Universelle Techniken des Schamanismus für den modernen Menschen. https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Harner

Alberto Villoldo

ist ein kubanischer (nun US) Psychologe, der sich mit Neo-Schamanismus beschäftigt. Er hat unter anderem die Auswirkungen von Energieheilung auf das Blut und die chemischen Prozesse im Hirn untersucht. https://en.wikipedia.org/wiki/Alberto_Villoldo

Mircea Eliade

War ein rumänischer Religionswissenschaftler, der sich nicht nur mit Schamanismus, sondern auch mit den anderen zwei großen Transformationstraditionen Alchemie und Yoga beschäftigt hat. Eliade konzipierte das Schamanismus ein weltweit verbreitete Ur-Phänomen der menschlichen Religiosität ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Mircea_Eliade

Mihály Hoppál

Ein ungarischer Ethnologe, der sich vor allem mit der kulturellen Einbindung des Schamanismus beschäftigt. https://de.wikipedia.org/wiki/Mih%C3%A1ly_Hopp%C3%A1l

2 thoughts on “Was ist Schamanismus?”

  1. Pingback: Wie entwickelt sich unser Bewusstsein? - Shamanic Yogini

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