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Was ist Yoga? …und was ist es nicht…

Yoga ist keine Religion. Es ist kein auch Sport. Dabei geht nicht um Liebe. Es wurde nicht von Madonna erfunden (ja diese Ansicht ist in den USA weit verbreitet). Und es ist auch keine Philosophie. Aber was ist es dann?

Ein Wegweiser der nach Hause zeigt

Yoga ist eine Technologie, ein System, mit dem wir unsere menschliche Maschine am effizientesten betreiben können. Es ist eine Anleitung, wie wir unser Potential als Mensch vollkommen auszuschöpfen können.

Das Wort Yoga kommt von der Sanskrit Silbe ‚Yog‘ und bedeutet Einheit oder verbinden. Es ist ein System, dass unseren Seelentropfen mit dem Meer der Urseele verschmelzen lässt. Hää?? Urseele? Seelentropfen?? … Also nochmal in anderen Worten: Du bist eine Seele, die von einem großen Meer an Seelen hier auf die Erde gekommen ist, um das menschliche Dasein durchzuleben. Das höchste Ziel der einzelnen Seele ist das Wiederverschmelzen mit dem Seelenmeer, der Urseele. Diese Urseele hat viele Namen: Gott, Brahman, Allah, göttliche Kraft. Yoga ist eine Technik, die uns zu dieser Einheit führt. Eine Gebrauchsanleitung, ein Wegweiser für die Seele nach Hause.

Ziegenyoga, Bieryoga, Yogalates und co. –

Sobald wir etwas mit dem Wort „Yoga“ betiteln, handelt es sich bei diesem Etwas um einen kompletten Weg. Ein komplettes System. So gibt es beispielsweise Hatha Yoga, wir sagen aber nicht Asanas Yoga, da dies ein Teil des größeren Hatha Yoga Systems ist. Das Wort ‚Yoga’ bezeichnet sowohl das Ziel (die Einheit) also auch den Weg (die Methode, die zur Einheit führt).

Swami Vivekananda brachte diese alte Wissenschaft Ende des 19. Jahrhunderts in den Westen und da begann das Drama. Vor allem die marketing-versierten Amerikanern wissen viel anzufangen damit. So wurde eine uralte Lehre ausgebeutet, verfälscht, lächerlich gemacht und steht nun schon knapp vor der Verteufelung als gesundheitsschädlich.

Unverändertes Photo von Swami Vivekananda in Jaipur (zwischen 1885 – 1895)|Source=Ramakrishna Mission Delhi

Nur Teile des Puzzles

Das Problem ist das Unwissen über die Macht und die richtige Anwendung dieser uralten Technik. Hier im Westen ist man vor allem auf die körperlichen Übungen, die Asanas, fokussiert. Diese werden meist nicht nur falsch ausgeführt, sondern auch in einer unpassenden Umgebung gelehrt. Des Weiteren wird der Großteil des Systems kurzerhand als spiritueller Schwachsinn abgetan oder gar nicht beachtet. Yoga kann nur als Ganzes betrachtet werden. Man kann nicht einfach einzelne Teile nehmen und erwarten, dass man damit das Ziel erreicht.

Woher kommt Yoga?

Der yogischen Legende nach wurden diese Techniken zum ersten Mal vor 15.000 Jahren weitergegeben. Damals saß ein Mann wochenlang in den Bergen im Himalaya. Manchmal tanze er in Ekstase und manchmal saß er schweigen da. Schaulustige sammelten sich um ihn, doch die meisten verloren schnell wieder das Interesse. Nur sieben Hartnäckige blieben nach einigen Monaten übrig. Diese sieben waren neugierig und wollten auch diesen Zustand erleben. Sie baten den Mann, sie zu lehren. Dieser war jedoch nicht willig. Er machte den sieben klar, dass sie nicht in einem Zustand seien, um sein Wissen zu empfangen. Daraufhin begannen sie sich vorzubereiten. Tage, Wochen, Monate und Jahre vergingen, in denen sie der Mann nur ignorierte.

Die Geburt eines Gurus

Dann in einer Vollmondnacht sah der Mann, dass die sieben bereit waren, zu empfangen. Am darauffolgenden Vollmondabend entschied sich der Mann ein Guru zu werden, der erste Guru – Adiguru. Diese Nacht ist heute als Guru Pournami gekannt. Zu dieser Nacht wurde das Wissen, das wir heute Yoga nennen, zu ersten Mal an die Menschheit übermittelt. Am Ufer des Sees Kanti Sarovar empfingen diese sieben Männer die Botschaften des Mannes, das dauerte mehrere Jahre.
Diese sieben sind heute als Sapta Rishis – die sieben Weisen – bekannt und der Mann als Adiyogi, der erste Yogi oder auch Shiva. Shiva schickte diese sieben Leute anschließend in die sieben Ecken der Erde, um das Wissen zu verbreiten.

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Alle Wege führen nach Rom

Yoga ist also die Einheit mit der Urseele. Das ist das Ziel. Dorthin führen mehrere Wege, oder auch Pfade. Traditionell werden vier Yogapfade genannt: Bhakti – liebende Hingabe, Karma – selbstlosen Dienens, Jnana – Erkenntnis, Raja – Geisteskontrolle. Mehr über die vier Yogawege kannst du in meinem dazu Artikel lesen.

Wer ist Patanjali?

Patanjali war ein indischer Gelehrter, der irgendwann zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr. Gelebt hat. Zu dieser Zeit gab es tausende von Yogaschulen in Indien, jede einzelne mit ihrer eigenen Herangehensweise. Patanjali versuchte all das Wissen zu bündeln und schrieb seine Erkenntnisse nieder. Es entstanden die sogenannten Yogasutras von Patanjali, hoch logische und mathematische Formeln auf Palmblättern. Er ist daher als „Vater des modernen Yoga“ bekannt. Er hat Yoga nicht erfunden, aber er hat es für die große Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  Patanjali fasste alle ihm bekannten Schulen zusammen und kreierte damit die 8. Glieder des Yoga:

8. Glieder des Yoga – Ashtangayoga

1. Yamas – dein Umgang mit deiner Umwelt
2. Niyamas – dein Umgang mit dir selbst
3. Asanas – dein Umgang mit deinem Körper
4. Pranayama – dein Umgang mit deinem Atem
5. Pratyahara – dein Umgang mit deinen Sinnen
6. Dharana – Konzentration
7. Dhyana – Meditation
8. Samadhi – deine innere Freiheit

Was ist Hatha Yoga?

Hatha Yoga ist ein weiterer Yogaweg, der Eng mit Raja Yoga in Verbindung steht – es ist sozusagen ein Teilbereich. Die Praxen des Hatha Yoga bereiten den Körper für die höheren Ebenen des Raja Yoga, der Geisteskontrolle, vor. Hatha Yoga nutzt deinen Körper um dich für dein größtes Potential vorzubereiten. Asanas bereiten deinen Körper darauf vor, höhere Energien zu empfangen. Mithilfe von Hatha Yoga formst und trainierst du also nicht nur deine körperliche Hülle. Du kannst damit dein ganzes Sein, deine Wahrnehmung, deine Gedankenstruktur und somit dein Leben verändern. Mithilfe von Hatha Yoga kreierst du einen Körper, der frei von den Hürden des täglichen Lebens ist. Viele Menschen reduzieren Hatha Yoga daher auf seine gesundheitsfördernden Aspekte, das ist aber eigentlich nur ein positiver Nebeneffekt. Nur aus einem gesunden Körper, kannst du deinen Geist befreien und in höhere Sphären aufsteigen.

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Die uralten Techniken kannst du in unserer 200h Hatha Yoga Lehrer Ausbildung erlernen. Für Anfänger haben wir einen speziellen 100h Yoga Kurs entwickelt, in dem der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt wird.

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